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Teil III: 1960 bis 1970

In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts befindet sich die Gesellschaft im Wandel und somit auch die Gestaltung des privaten Hausbades. Der Übergang zum Massenwohlstand und der Drang der Jugend, sich aus traditionellen Sozialmilieus zu lösen, schafft neues Konsum- und Freizeitverhalten. Die Badezimmer werden wohlig, praktisch, farbig, preisgünstig und fast unzerbrechlich. Für Wände und Böden sind die Trendfarben Schwarz, Weiß, Blau und Rosa. Wer in dieser Zeit ein schwarzes Bad hatte, war „up to date“. Mitte der 60er-Jahre entwickelt sich langsam das Wohnbad. Ohne Ecken und Kanten mit einem Materialmix aus Stein, Holz, Glas, Teppichboden, Acryl und glasverstärktem Kunstharz ersetzt nach und nach das komplett geflieste Bad. Die Bäder sind außerdem vermehrt mit Eisen, Stahl, Email und Keramik ausgestattet. Mit dem neuen „Wundermaterial“ Kunststoff entsteht das Baddesign.

Für die Ausstellung „Interzum“ in Köln entwickelt der Industriedesigner Joe Colombo ein Haus mit einem Badezimmer, das komplett aus vorgefertigten PVC-Elementen besteht. Eine Dusch- und Badeeinheit wird außerdem einer kugelförmigen Zelle errichtet.

Die ersten Luxusartikel für Badezimmer kommen auf den Markt. Funktionsoptimierte Produkte wie Gastherme, Einhandmischer, Thermostat, Bidet, Spiegelschrank, Duschabtrennung und Waschtischablage bringen die Menschen dazu, mehr Zeit im Bad zu verbringen. Auch funktionale Elemente erhalten Farben wie orange, braun, gelb oder grün, was zum Wohlfühlen beiträgt. Dennoch verfügen 30% der Wohnungen in Deutschland noch nicht über ein Badezimmer.

„Wir haben die Chance, die Welt zu verändern“

(Klaus Grohe 1968)

Quelle: Der clevere Hans (Werbung)

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